Parasitenbekämpfung

Parasitenbekämpfung

Flöhe

Kratzt sich Ihr Tier verhältnismäßig oft, dann könnten Flöhe die Ursache dafür sein sein.

Flöhe sind Insekten, die Blut saugen, was bei Welpen sogar zu Blutarmut führen kann. Zudem ist eine Übertragung des Bandwurmes durch den Floh möglich. Neben der Flohbekämpfung muß deshalb auch an eine darauffolgende Entwurmung gedacht werden.

Zur Flohbekämpfung bzw. –prophylaxe gibt es sehr viele Produkte auf dem Markt:

  1. Die Flohbekämpfung am Tier durch
    Spot on (Wirkung ca. 4 Wochen)*
    Halsband (Wirkung ca. 8 Monate)*
    Tablette (Wirkung bis zu ca. 3 Monate)*
  2. Umgebungssprays für Polster, Decken, Autositze u. a.
  3. Fogger (Vernebler) für die ganze Wohnung

Ergänzend zu diesen Maßnahmen sollten Kissen und Decken bei mindestens 40°C, besser jedoch bei 60°C gewaschen und der Fußboden abgesaugt werden.

Wichtig: Saugerbeutel nach dem Saugvorgang vernichten!

Zecken

Zecken sind Parasiten, die ebenfalls Blut saugen. Neben der lokalen Entzündung an der Stichstelle können Zecken viele Krankheiten übertragen, wie z. B. die Borreliose.

Kontrollieren Sie deshalb Ihr Tier, besonders an den dünn behaarten Körperpartien, nach jedem Freigang auf einen möglichen Zeckenbefall. Entfernen Sie die Zecke durch geraden Zug aus der Haut Ihres Tieres z. B. mit einer speziellen Zeckenzange.

Zur Zeckenprohylaxe gibt es folgende Präparate:

  1. Spot on (Wirkdauer ca. 4 Wochen)*
  2. Halsband (Wirkdauer ca. 8 Monate)*
  3. Tablette (Wirkdauer ca. 3 Monate)*

* Angaben nach Hersteller

Darmparasiten

Ganz gleich ob Welpe oder Senior, ob Freilaufkatze oder Stubentiger, ob Jagd- oder Schoßhund, grundsätzlich können sich alle Hunde und Katzen mit Würmern anstecken. Je nach Alter, Haltung, Nutzung und Ernährung ist das Risiko jedoch unterschiedlich hoch, so dass manche Tiere seltener, andere häufiger kontrolliert bzw. entwurmt werden sollten.

Mit Spulwürmern können sich allle Welpen bereits über die Muttermilch, Hunde sogar im Mutterleib anstecken. Später infizieren sich Hund und Katze, wenn sie mit anderen Tieren oder deren Hinterlassenschaften in Kontakt kommen. Bestimmte Bandwürmer können auch über Flöhe übertragen werden oder über Wurmzysten, die sich versteckt in rohem Fleisch, Innereien oder in Beutetieren wie Mäusen und Kaninchen befinden.

Übertragung von Tier auf Mensch

Einige Spul- und Bandwürmer können auch auf den Menschen übertragen werden. Manche Würmer siedeln sich beim Menschen nicht unbedingt im Darm an. Sie wandern durch Gewebe oder bilden „Zysten“ in Organen und führen so zu teils schweren Erkrankungen. Eine sachgerechte Behandlung von Hund und Katze gegen Wurmbefall schützt also auch Sie und Ihre Mitmenschen.

Wie oft muß entwurmt werden?

Wie wahrscheinlich es ist, dass sich speziell Ihr Vierbeiner mit Würmern ansteckt – und wie oft er daher behandelt werden sollte muß ganz individuell beurteilt werden.

Allgemein gilt: Es sind mindestens 4 Entwurmungen pro Jahr zu empfehlen. Studien haben gezeigt, dass eine 1-2 malige Behandlung pro Jahr im Durchschnitt keinen ausreichenden Schutz bietet.

Kotuntersuchung statt Entwurmung:

Alternativ zur Entwurmung können Kotuntersuchungen vorgenommen werden. Wichtig ist, dass die Kotuntersuchungen regelmäßig (genauso oft wie die empfohlenen Entwurmungen) durchgeführt werden und die zu untersuchende Kotprobe über drei Tage hinweg gesammelt wird.

Quelle: ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites)